FAQs

Ist die Leitungswasser-Iontophorese aufgrund des Stromflusses schmerzhaft oder unangenehm?

Es handelt sich um einen schwachen Gleichstrom, der nach individuellem Empfinden so eingestellt wird, dass ein typisches Kribbeln zu spüren ist. Mehr Strom ist für die Therapiewirkung nicht notwendig. Starten Sie mit niedrigen Stromstärken und tasten Sie sich schrittweise vor. Wichtig ist, offene Hautstellen zuvor mit einer Creme abzudecken. Diese Hautstellen sind ansonsten deutlich sensibler gegenüber dem Strom.

Ab wann zeigt die Leitungswasser-Iontophorese ihre Wirkung?

Die Wirkung setzt bei jedem Menschen unterschiedlich schnell ein. Wenn man das Gerät regelmäßig benutzt, sieht man meist bereits nach etwa einer Woche eine deutliche Verbesserung.

Für eine schnelle Wirkung ist wichtig, dass der Strom stark genug eingestellt sein (leichtes Kribbeln). Jede Anwendung sollte lange genug dauern (miond. 15 min.). In den ersten Wochen (Initialphase) sollte man mehrere Anwendungen pro Woche durchgeführt werden. Am besten einfach die Anweisungen in der Gebrauchsanleitung befolgen.

Welche Kontraindikationen sind zu beachten?

Die Iontophorese darf in folgenden Fällen nicht angewandt werden:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzschrittmacher
  • implantierte Kardioverter-Defibrillator (ICD)
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • metallhaltige Intrauterin-Pessaren (Spirale), relevant nur bei Behandlung der Füße
  • metallische Implantate und sonstige leitfähige Gegenstände im/am Körper, sofern diese im Stromfluss zwischen den beiden Elektroden liegen
  • krankhaft veränderte Haut oder Hautdefekte (Wunden), die nicht mit Vaseline abgedeckt werden können
  • neurologische Erkrankungen (z.B. Epilepsie oder eingeschränkter Sensibilität)
  • malignen (bösartigen) Erkrankungen im Anwendungsbereich
  • schwere lokale Entzündung oder Thrombose (Blutgerinnsel)
  • hochgradige Durchblutungsstörung
  • Alter: Hände/Füße nicht unter 6 Jahre, Achseln nicht unter 12 Jahre, andere Körperstellen nicht unter 18 Jahre

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die Leitungswasser-Iontophorese gilt als sehr nebenwirkungsarm. Folgen Sie den Anweisungen der Gebrauchsanweisung, um unnötige Nebenwirkungen infolge einer Fehlbedienung auszuschließen. Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

  • Kribbeln und Brennen während der Therapie durch zu hohe Stromstärken oder Hautverletzungen
  • Leichte, aber ungefährliche Stromstöße bei Therapieunterbrechung
  • Trockene Haut oder Juckreiz nach der Behandlung
  • Kurzfristige Hautrötungen nach der Behandlung u.a. infolge einer angeregten Durchblutung durch die Iontophorese oder durch höhere Stromdichten entlang der Wasserlinie
  • Reversible Bläschenbildung
  • Stromverätzungen oder Strommarken durch hohe punktuelle Stromstärken (z.B. direkter Hautkontakt mit der Elektrode)

Brauche ich spezielles Wasser?

Nein, normales und somit ionenhaltiges Leitungswasser reicht vollkommen aus.

Wieso kann ich die Stromrichtung ändern?

Die Wirkung der Leitungswasser-Iontophorese ist an der Elektrodenseite, an der der Strom vom Gerät über die Elektrode in den Körper fließt, etwas größer. Um einen gleichmäßigen schweißreduzierenden Effekt an beiden Körperteilen zu erzielen, sollte die Stromrichtung von Sitzung zu Sitzung gewechselt werden. Allerdings kann zu Therapiebeginn eine gleichbleibende Stromrichtung sinnvoll sein, um frühzeitiger ein Therapieergebnis zumindest an einem Körperteil feststellen zu können.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

In Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Hilfsmittel meist vollständig. Man muss höchstens eine gesetzliche Zuzahlung von bis zu 10 Euro leisten. Voraussetzung ist in der Regel ein Rezept oder eine Verordnung vom Arzt. Kaufen Sie ein Gerät nicht vorher selbst, ohne mit Ihrer Krankenkasse zu sprechen. Sonst kann es sein, dass Sie kein Geld zurückbekommen. Das liegt daran, dass die gesetzlichen Krankenkassen nach dem sogenannten Sachleistungsprinzip arbeiten. Weitere Informationen zur Abwicklung mit den Krankenkassen finden Sie unter > Krankenkassen.