Therapie
Hyperhidrose
Hyperhidrose ist eine krankhaft gesteigerte Schweißbildung. Man unterscheidet die primäre Form (ohne Grunderkrankung, oft genetisch bedingt, Beginn meist in jungen Jahren) und die sekundäre Form (als Folge anderer Erkrankungen oder Medikamente). Häufig betroffen sind Hände, Füße, Achseln oder das Gesicht. Die Erkrankung kann Alltag, Beruf und soziale Kontakte stark beeinträchtigen. Zur Behandlung stehen unter anderem Antitranspirante, Medikamente, Botulinumtoxin, operative Verfahren und die Iontophorese zur Verfügung.
Leitungswasser-Iontophorese
Die Iontophorese ist ein bewährtes, nicht-invasives Verfahren zur Behandlung übermäßigen Schwitzens an Händen und Füßen. Dabei wird schwacher Strom durch Wasserbäder oder Elektroden geleitet, wodurch die Schweißproduktion reduziert wird. Die Methode gilt als wirksam und gut verträglich. Nicht geeignet ist sie unter anderem bei Herzschrittmachern, Metallimplantaten im Stromfeld oder während der Schwangerschaft. Nebenwirkungen sind meist mild wie z. B. Hautreizungen.
Praktische Anwendung
Je nach Gerät kommen Wasserbad- oder Plattenelektroden zum Einsatz. Verwendet werden Gleich- oder Pulsstrom in individuell angepasster Stärke. Eine Sitzung dauert meist 15–20 Minuten; anfangs mehrmals wöchentlich, später in größeren Abständen zur Aufrechterhaltung der Wirkung.
Sicherheit & Komfort
Moderne Geräte sind nach EU-MDR zugelassen und verfügen über integrierte Sicherheitsmechanismen. Die Therapie ist effektiv, einfach anzuwenden und ermöglicht eine selbstständige Behandlung zu Hause mit hohem Komfort.